News
Anmeldefrist abgelaufen - die Jury tagt
20.11.: Total haben sich sieben schwangere Frauen und deren Familien bei der Aktion GUGUSDADA beworben. Drei aus Zürich, eine aus Winterthur, eine aus Aarau und eine aus St. Gallen. Derzeit laufen die Vorgespräche und Ende Monat findet die Befragung durch die Jury statt. Anfang Dezember informieren wir an dieser Stelle über das weitere Vorgehen.
Polemischer Beitrag auf Tele Züri
14.11.: Tele Züri hat mit einer der 7 Bewerberinnen der Aktion GUGUSDADA das Cabaret Voltaire besucht und sie über ihre Beweggründe ihrer Kandidatur befragt. Auch einer der Initianten von Com&Com wurde interviewt. Moderatorin Maria Rodriguez staunte ganz ungläubig in dir Kamera und versprach sich zweimal und der VJ meinte nur, es hätte ja noch schlimmer kommen können, so hätte jemand sein Kind mal mit "Pfüdi" beim Namensamt anmelden wollen.
Gugusdada bei Roman Kilchsperger / Radio Energy
Di 2.11.04 / Radio Energy / 110.9 MHz
Roman Kilchsperger im Talk mit Johannes M. Hedinger von GUGUSDADA
über Dada, Kunst und schwangere Frauen. Kilchsperger: "eine coole Aktion!"
Roman Kilchsperger im Talk mit Johannes M. Hedinger von GUGUSDADA
über Dada, Kunst und schwangere Frauen. Kilchsperger: "eine coole Aktion!"
Gugusdada an der Wahl zur Miss-Schwanger 2004
Kurzinterview mit Caroline Stucki, der frischgebackenen Miss Schwanger 2004
anlässlich ihrer Wahl am 30.10.04 im Einkaufszentrum Letzipark in Zürich.

Johannes M. Hedinger von GUGUSDADA mit Caroline Stucki, Miss Schwanger 2004, die gerade für das ungeborene Baby Dada ein Autogramm schreibt.
GUGUSDADA: Herzliche Gratulation zum Sieg. Wir wollten ihnen nur noch kurz unsere Aktion GUGUSDADA vorstellen.
Caroline Stucki: ..ah! davon habe ich schon gehört, interessant.
GUGUSDADA: .. und? möchten sie auch mitmachen?
Caroline Stucki: .. äh, nein danke, wir haben schon einen Namen für unser Kind.
GUGUSDADA: .. aber könnten sie dem ungeborenen Dada vielleicht noch
etwas auf den Weg mitgeben?
Caroline Stucki: .. ja klar, vielleicht ein Autogramm?
GUGUSDADA: Super, da freut er sich dann sicher sehr darüber. Danke.
anlässlich ihrer Wahl am 30.10.04 im Einkaufszentrum Letzipark in Zürich.
Johannes M. Hedinger von GUGUSDADA mit Caroline Stucki, Miss Schwanger 2004, die gerade für das ungeborene Baby Dada ein Autogramm schreibt.
GUGUSDADA: Herzliche Gratulation zum Sieg. Wir wollten ihnen nur noch kurz unsere Aktion GUGUSDADA vorstellen.
Caroline Stucki: ..ah! davon habe ich schon gehört, interessant.
GUGUSDADA: .. und? möchten sie auch mitmachen?
Caroline Stucki: .. äh, nein danke, wir haben schon einen Namen für unser Kind.
GUGUSDADA: .. aber könnten sie dem ungeborenen Dada vielleicht noch
etwas auf den Weg mitgeben?
Caroline Stucki: .. ja klar, vielleicht ein Autogramm?
GUGUSDADA: Super, da freut er sich dann sicher sehr darüber. Danke.
Amüsanter Beitrag auf Tele Züri
Am 30.9. 04 strahlte der Zürcher Fernsehsender Tele Züri einen rund 3-minütigen Bericht zur Aktion GUGUSDADA aus.

Interviewt wurden u.a der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber, Roland Peterhans vom Zivilstandsamt Stadt Zürich, die Mutter Blazi Todosco mit Sohn Aliosha und der künstlerische Direktor des Cabaret Voltaires Philipp Meier.

Elmar Ledergerber: "Ich musste lachen. Es ist durchaus ein gewisser Witz drin, wovon man sich nicht verschliessen kann - eine lustige Aktion."
Interviewt wurden u.a der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber, Roland Peterhans vom Zivilstandsamt Stadt Zürich, die Mutter Blazi Todosco mit Sohn Aliosha und der künstlerische Direktor des Cabaret Voltaires Philipp Meier.
Elmar Ledergerber: "Ich musste lachen. Es ist durchaus ein gewisser Witz drin, wovon man sich nicht verschliessen kann - eine lustige Aktion."
schon 6. Anmeldung!
heute ist bei GUGUSDADA schon die 6. Anmeldung
im Rennen um Dada und die 10'000.- eingetroffen.
Interessenten können sich noch bis zum 15. Nov. anmelden.
im Rennen um Dada und die 10'000.- eingetroffen.
Interessenten können sich noch bis zum 15. Nov. anmelden.
heute in der Sonntagszeitung:
Sonntags Zeitung, Zürich / 24.10.2004; Seite 55 / Kultur / Shortcut
Gugguuseli!
(Christian Hubschmid über die Harmonie von Kunst und Marketing)
Wenn es Hunger hat, quietscht es wie ein Rennauto in der Kurve. Wenn es nicht sofort etwas zu essen kriegt, wiehert es wie ein Pferd. Und kurz, bevor es losplärrt, knarrt es fürchterlich mit dem Gurgeli, dass es klingt, als würden sich zwei Eisschollen aneinander reiben. Babysprache: quietsch, wieher, knarr. Ziemlich primitiv, aber durchaus poetisch. Man könnte stundenlang zuhören.
Schon die Dadaisten haben mit der Verbindung von Kind und Kunst Geschichte geschrieben. 88 Jahre später gehen die Zürcher Neodadaisten einen radikalen Schritt weiter: «Wir schenken ihrem Baby 10 000 Franken, wenn Sie ihm den Namen Dada geben», verspricht das kürzlich eröffnete Dada-Haus, pardon, «Cabaret Voltaire». Kein Witz! Mit seiner ersten öffentlichen Aktion zeigt es sich fest entschlossen, Steuergelder an ein Paar zu verschleudern, das bereit ist, sein Baby mit dem Namen Dada zu beflecken. Die Frage ist nur, ob sich Rabeneltern finden werden, die ihr Baby für Geld zu einem Marketing-Gag machen. Wohl kaum.
Allerdings wären die Folgen des Dada-Babys für die Kunstgeschichte nicht zu unterschätzen. Ein lebendes Readymade würde Duchamps Kloschüssel endgültig alt aussehen lassen. Man stelle sich vor, wie der Pfarrer in der Kirche das Kind segnet: «Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, ich taufe dich auf den Namen Dada» - zwangsläufig wird die Taufe zu einer Anti-Christ-Performance. Oder der Lehrer, wenn er den (oder die?) kleine Dada fragt: «Wie viel gibt 2 + 2?», liegt da nicht die Antwort «5» schon in der Luft? Wird da nicht automatisch der ganze abendländische Bildungskanon in Frage gestellt?
Das arme Kind aber wird noch als Erwachsener auf sein erstes Gebrabbel festgenagelt. Dada! Jätututu! Guguus! Ein kleiner Trost ist es vielleicht, dass es vielen Kindern nicht anders ergeht. Gerade Mütter und Väter aus Kulturkreisen leben ihre Pseudo-Originalität besonders rücksichtslos an ihren Babys aus. Spice-Girl Victoria und ihr Fussballer tauften ihr Kind Brooklyn - weil es dort gezeugt wurde. Gwyneth Paltrow und Chris Martin (von der Rockband Coldplay) kamen auf den Namen Apple. Die Sängerin Peaches beklagte sich kürzlich zu Recht, sie sei doch keine Frucht. In der Schweiz ist es ja verboten, Kinder nach Früchten zu benennen, es sei denn, es handle sich um die Sorte Jonathan. Aber das ist alles noch besser als zu heissen wie eine historische Kunstbewegung.
PS: Neuste Meldung aus dem Zürcher Dada-Haus: Es haben sich bis jetzt zwei Elternpaare gemeldet.
Gugguuseli!
(Christian Hubschmid über die Harmonie von Kunst und Marketing)
Wenn es Hunger hat, quietscht es wie ein Rennauto in der Kurve. Wenn es nicht sofort etwas zu essen kriegt, wiehert es wie ein Pferd. Und kurz, bevor es losplärrt, knarrt es fürchterlich mit dem Gurgeli, dass es klingt, als würden sich zwei Eisschollen aneinander reiben. Babysprache: quietsch, wieher, knarr. Ziemlich primitiv, aber durchaus poetisch. Man könnte stundenlang zuhören.
Schon die Dadaisten haben mit der Verbindung von Kind und Kunst Geschichte geschrieben. 88 Jahre später gehen die Zürcher Neodadaisten einen radikalen Schritt weiter: «Wir schenken ihrem Baby 10 000 Franken, wenn Sie ihm den Namen Dada geben», verspricht das kürzlich eröffnete Dada-Haus, pardon, «Cabaret Voltaire». Kein Witz! Mit seiner ersten öffentlichen Aktion zeigt es sich fest entschlossen, Steuergelder an ein Paar zu verschleudern, das bereit ist, sein Baby mit dem Namen Dada zu beflecken. Die Frage ist nur, ob sich Rabeneltern finden werden, die ihr Baby für Geld zu einem Marketing-Gag machen. Wohl kaum.
Allerdings wären die Folgen des Dada-Babys für die Kunstgeschichte nicht zu unterschätzen. Ein lebendes Readymade würde Duchamps Kloschüssel endgültig alt aussehen lassen. Man stelle sich vor, wie der Pfarrer in der Kirche das Kind segnet: «Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, ich taufe dich auf den Namen Dada» - zwangsläufig wird die Taufe zu einer Anti-Christ-Performance. Oder der Lehrer, wenn er den (oder die?) kleine Dada fragt: «Wie viel gibt 2 + 2?», liegt da nicht die Antwort «5» schon in der Luft? Wird da nicht automatisch der ganze abendländische Bildungskanon in Frage gestellt?
Das arme Kind aber wird noch als Erwachsener auf sein erstes Gebrabbel festgenagelt. Dada! Jätututu! Guguus! Ein kleiner Trost ist es vielleicht, dass es vielen Kindern nicht anders ergeht. Gerade Mütter und Väter aus Kulturkreisen leben ihre Pseudo-Originalität besonders rücksichtslos an ihren Babys aus. Spice-Girl Victoria und ihr Fussballer tauften ihr Kind Brooklyn - weil es dort gezeugt wurde. Gwyneth Paltrow und Chris Martin (von der Rockband Coldplay) kamen auf den Namen Apple. Die Sängerin Peaches beklagte sich kürzlich zu Recht, sie sei doch keine Frucht. In der Schweiz ist es ja verboten, Kinder nach Früchten zu benennen, es sei denn, es handle sich um die Sorte Jonathan. Aber das ist alles noch besser als zu heissen wie eine historische Kunstbewegung.
PS: Neuste Meldung aus dem Zürcher Dada-Haus: Es haben sich bis jetzt zwei Elternpaare gemeldet.
schon 3 Bewerbungen!
Sonntag 24. Oktober 2004:
schon drei Eltern haben sich angemeldet,
um ihr Kind DADA zu nennen!
schon drei Eltern haben sich angemeldet,
um ihr Kind DADA zu nennen!
